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Doris Schmalhofer

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Sexualberatung / therapie,
Syndyastische Sexualttherapie

Mein Ansatz bezüglich Sexualität liegt in der Verknüpfung der Syndyastischen Sexualtherapie mit der Klassischen Sexualtherapie.

Die syndyastische Sexualtherapie legt ihr Augenmerk auf die partnerschaftliche Beziehung und nicht auf eine eventuell vorliegende gestörte Sexualfunktion. Wir Menschen haben so genannte Grundbedürfnisse, wie Akzeptanz, Respekt, Wärme, Nähe und Geborgenheit. Wenn diese in einer Partnerschaft fehlen, entfernen sich die Partner immer mehr von einander. Dieser fehlende Kontakt führt häufig zu Spannungen und Schwierigkeiten in der Partnerschaft, letztendlich ist dann häufig auch die Sexualität betroffen, z.B. in Form von Lustlosigkeit oder anderen Funktionsstörungen.

Unter klassischer Sexualtherapie versteht man die Behandlung von sexuellen Störungen nach dem Konzept von William H. Masters und Virginia E. Johnsen.

Bei dieser Therapieform geht es um die Vermittlung anatomischen Wissens und sexueller Reaktionen, sowie einer verbesserten Kommunikation der Paare untereinander. Manche Paare haben noch nie über ihre sexuellen Wünsche, Bedürfnisse und Vorlieben gesprochen. Hierzu ist es wichtig, eine gemeinsame Sprache zu entwickeln. Allerdings kann es durchaus sein, dass der Einzelne seine eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Vorlieben noch gar nicht kennt. Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts nach Masters und Johnsen ist der so genannte "Sensate Focus".

Dieses 6-stufige Übungsprogramm wird in der Therapiesitzung mit dem Paar besprochen und als "Hausaufgabe" mitgegeben. Zwischen den einzelnen Stufen findet ein Treffen mit dem Therapeuten statt. Das Stufenprogramm kann u.a. bei Erektionsstörungen eingesetzt werden, die auf Versagensängsten basieren.

Diese Übungen bieten aber noch ganz andere Möglichkeiten, nämlich den Körper des anderen in seiner Individualität, seiner Empfindsamkeit wahrzunehmen und kennen zulernen, aber nicht nur den Körper des anderen, sondern auch den eigenen. Fällt es mir leichter zu geben oder zu nehmen, bin ich in der Lage mich hinzugeben, loszulassen und zu genießen?

Der Wunsch nach erfüllter Sexualität ist sehr groß, die Erwartungen aber auch.

Und zwar nicht immer nur die Erwartung an den anderen, sondern auch an sich selbst. Über die Gesellschaft und die Medien wird uns das Bild von perfekten Körpern vorgegaukelt, die keine körperlichen Makel zulässt. Darunter leiden viele Frauen, und auch immer mehr Männer, die diesem Schönheitsideal nicht entsprechen, bzw. gar nicht entsprechen können. Es besteht eine Scham dem eigenen Körper gegenüber, die man oft daran erkennt, dass es für die Frau schwierig ist, sich und ihre Sexualität zu zeigen.

Erfüllte Sexualität hat demnach auch viel mit Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und einem Ja zu sich selbst zu tun. Sexualität, die auf einen rein körperlichen Akt reduziert ist, führt schnell zu Lustlosigkeit und Langeweile. Um eine neue Erotik und Sinnlichkeit zu erfahren, braucht es jegliche Kreativität, außerdem ist die Einbeziehung des gesamten Körpers und nicht nur des Genitalbereichs wichtig. Ruhig mal was Neues ausprobieren, z.B. eine gemeinsame, tantrische Atemübung, Sex auf dem Küchentisch anstatt im Schlafzimmer, ein aphrodisierendes Abendessen usw...

Interessanterweise sprechen Sexualstörungen oft ihre eigene Sprache, z.B. Schmerzen bei der Frau beim Geschlechtsverkehr: ich bin nicht bereit mich für dich zu öffnen, dich hereinzulassen, mich dir hinzugeben, dir zu vertrauen ... Hier gilt es herauszufinden, um was geht es wirklich, wenn es Probleme in der Sexualität gibt.

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